Was ist Wettkampf-Cheerleading?


Vom Beiwerk und Unterhaltungsfaktor bei anderen Teamsportarten – kämpfen Cheerleader heute in eigenen Arenen um Titel, Ruhm und Ehre!

Cheerleading hat sich über die Jahre zu einem Leistungssport entwickelt, bei dem es um Härte, Disziplin und Teamarbeit geht, aber auch gleichzeitig wahnsinnig viel Spaß bringt.

Wettkampf-Cheerleading ist, wenn Cheerleader Teams aus verschiedenen Vereinen bei einem Wettbewerb gegeneinander antreten. Der Sport ist in Deutschland durch einen Bundesverband (CCVD) und Landesverbände professionell organisiert. Der CCVD (Cheerleading und Cheerperformance Verband Deutschland e.V.) ist Mitglied im DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) und ist auf internationaler Ebene an den größten Weltverband im Cheerleading und Cheerdance, die ICU (International Cheer Union) angebunden. Es werden in Deutschland Landes- und Regionalmeisterschaften sowie eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen, auf internationaler Ebene findet eine Europa- und Weltmeisterschaft statt.

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Bei einer Cheerleading Meisterschaft führen die Teams eine zweieinhalb-minütige Routine mit Musik auf, die Stunts, Sprünge, Bodenturnen, Tanz und einen Cheer umfasst. Die Teams messen sich nach Alter und Schwierigkeitsgrad (0-7, wobei 7 am schwierigsten ist) und werden von einer Jury in Bezug auf Schwierigkeit und Ausführung beurteilt.

Welche Meisterschaften gibt es?

Bei „offiziellen“ Meisterschaften, die durch den Verband organisiert werden, erhalten die Sieger der ersten drei Plätze in jeder Division eine Trophäe. Das erstplatzierte Team darf sich, ja nachdem, mit einem Landes-, Regional-, Deutschen- oder Europa-Meisterschaftstitel rühmen. Die Top Teams der Deutschen Meisterschaft steigen, je nach Division, in die erste oder zweite Bundeliga auf. An der Weltmeisterschaft ist Deutschland erfolgreich mit National Teams vertreten.

Die sogenannten „offenen“ Cheer Meisterschaften werden von Vereinen oder privaten Organisationen veranstaltet. Neben einer Trophäe können die Teams hier auch großartige Preise abräumen, wie zum Beispiel eine Teilnahme an der International UCA All Star Championship, im Walt Disney World in Orlando, Florida.

Welche Voraussetzungen braucht ein Wettkampf-Cheerleader?

In jedem Fall ist Wettkampf-Cheerleading eine echte Herausforderung.

Wie jede andere Wettkampfsportart ist es mit Zeitaufwand verbunden. Trainiert wird zwei bis dreimal pro Woche, viele Top Level Teams trainieren auch öfter. Körperliche Fitness, Stärke, Spannung, Flexibilität, Sprungkraft und Technik sind die Grundvoraussetzungen für jeden Wettkampf-Cheerleader. Neben einer guten Physis braucht man große mentale Stärke, Durchhaltevermögen, viel Mut und einen hohen Grad an Teamgeist. Die Skills, die körperliche Beschaffenheit und natürlich letztendlich der Trainer entscheiden darüber, welche Position (Flyer, Base, Back Spot, Tumbler) ein Cheerleader einnimmt und wer es ins Meisterschaftsteam schafft. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Positionen, kann Cheerleading von fast jedem ausgeübt werden, egal ob groß, klein, zierlich oder kräftig. Jede Position ist wichtig, da alles nur als Gesamtes funktioniert.

Monatelange Vorbereitung für 2,5 Minuten

Die Vorbereitung auf eine Meisterschaft dauert Monate. Zuerst wird evaluiert, in welchem Level das Team antreten kann. Basierend auf dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad (Level) wird eine Choreografie ausgearbeitet. Die Formationen werden aufgezeichnet, und die Stunt’s, Tumbling, Dance, Sprünge, Platzwechsel etc. werden in ein sogenanntes „Eight Count Sheet“ eingetragen. Alle Elemente werden in 8er Counts gezählt, sodass jede einzelne Bewegung perfekt synchron abgestimmt ist. Auch die Musik für die Routine wird auf Basis des Count Sheets zusammengeschnitten.

Am Anfang der Vorbereitung wird die Formation mehrfach durchlaufen, ohne die Stunts oder Pyramiden aufzubauen. Jeder muss blind wissen, wo er nach jedem Platzwechsel zu stehen hat.

Die einzelnen Stunt- und Pyramiden Sequenzen werden separat trainiert. Sobald diese gut stehen, werden sie sektionsweise nach und nach beim Durchlauf aufgebaut, bis die Routine Full-Out durchgeführt werden kann.

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Beim Full-Out werden alle Stunts gebaut, das Tumbling (Bodenturnen) durchgezogen sowie der Cheer und Tanz durchgeführt. Beim Full-Out muss jeder immer 100% gegeben. Diese Phase ist mit Abstand die härteste und verlangt einem alle Kräften ab, pro Training können es bis zu 10 Full-Outs werden.

Eine Woche vor der Meisterschaft findet die Generalprobe statt. Manche sagen, es sei ein schlechtes Omen, wenn bei der Generalprobe alles perfekt steht. Tatsache ist, dass am Meisterschaftstag die Tagesform zählt und immer auch ein bisschen Glück dazugehört.

GO FIGHT WIN!

Der Moment, nachdem jeder alles gegeben hat und die Routine endlich durchgezogen ist…was für ein unbeschreibliches Gefühl!  „WE / YOU DID IT!“ Alle die Strapazen, die man auf sich genommen hat, fallen von einem ab. Egal wie die Platzierung ausfällt, am Ende ist jeder über sich hinausgewachsen, hat Neues dazu gelernt und hat für sich, sein Team und seine Fans unvergessliche Momente geschaffen.

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Cheerleading Filmtipp

Schaut Euch die neue Netflix-Dokuserie „Cheerleading“ an! Die zeigt nicht nur beeindruckende Athleten/innen in spektakulären Bildern, sondern bringt einem auch ganz grundsätzlich etwas über das Leben bei: dass harte Arbeit sich auszahlt, aber auch, dass Talent allein nicht ausreicht.

Oder die Netflix-Doku „Cheer Squad“. Die zeigt wie das Cheerleader-Team Great White Sharks, das bereits den Weltmeistertitel gewann, Training, Schule, Arbeit und Privatleben unter einen Hut kriegen.

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Gepostet von Dynamic Cheer Athletics ESV München am Freitag, 3. Januar 2020